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FLIEGEN MIT FREMDEM FEDERN
Eine Kiste voller Schätze: erlesene Gedichte und erhörte Lieder aus aller Welt,
von Wolf Biermann ins Deutsche gebracht.
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Hoffmann und Campe
2011
ISBN:978-3-455-40344-2
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Das neue Biermann-Buch ist eine Kiste voller Schätze aus vielen Ländern: erlesene Gedichte und erhörte Lieder, die der Poet im Laufe eines bewegten Lebens in sein lebendiges Deutsch brachte.
Als „staatlich anerkannter Staatsfeind“ saß Biermann viele Jahre fest in Ostberlin wie die meisten DDR-Bürger. Aber für ihn waren zudem die Ostgrenzen so dicht wie die Westgrenze. Auch das provozierte seinen herderschen Heißhunger nach den „Stimmen der Völker in Liedern“.
Es waren berühmte und unberühmte Besucher, die ihrem total verbotenen Freund Lieder und Gedichte aus aller Welt in der Chausseestraße 131 vor die deutsch-deutsche Nase hielten und sagten: mach mal! Und also machte er sich schwedische sångerna von Nils Ferlin auf Deutsch singbar, auch französische, tschechische, alte russische Zigeuner-Lieder, neue lateinamerikanische, uralte englische, baltische, jiddische und hebräische.
Das kuriose norddeutsche Wort „Sammelsurium“ hat wieder seinen guten ursprünglichen Sinn, denn Biermann bündelt in diesem Buch eine Sammlung von buntgemischten Zufallsfunden. Er entdeckte sie bei Bulat Okudshawa, Daniel Viglietti, Patricio Manns, Wladimir Wyssozki, Jiří Suchý. Freunde wie Eva-Maria Hagen, Lew Kopelew, Joan Baez und Franz Hohler und Allen Ginsberg steckten ihm Lieder zu, lauter freundschaftliche Auftragsarbeiten ohne Honorar.
Der Sohn des russischen Dichters Julij Daniel schmuggelte die erschütternden Gedichte seines Vaters direkt aus dem GULag nach Moskau, und so kamen sie konspirativ in Biermanns Hände und dann als deutsche Gedichte 1972 beim Verlag Hoffmann & Campe in Hamburg ins Offene: „Berichte aus dem Sozialistischen Lager“.
Nach der Ausbürgerung 1976 fand der Liederdichter bei seinen Konzerten in vielen Ländern neuen poetischen Stoff. Atahualpa Yupanqui, Dionysos Savopoulos, Sven Bertil Taube, Yves Montand, Pedro Soler, Paco Ibáñes - deren Gastgeschenke füllten die Schatzkiste des Sammlers: Neueres und Altes. Hohe Poesie, zauberhafte Kinderlieder und plebejische Folklore. Das Beste in diesem Sammelsurium sind womöglich die authentischen Nachdichtungen der Shakespeare-Sonette. Es finden sich in diesem Buch populäre Chansons von Pierre-Jean de Béranger und Georges Brassens neben kleinen feinen Volksliedern aus Finnland oder Estland oder Israel.
Eines aber fehlt, Biermanns wichtigste Nachdichtung passte dem Verlag nicht zwischen diese beiden Buchdeckel: Jizchak Katzenelson - „Großer Gesang vom ausgerotteten Jüdischen Volk“. Dieses Poem über die Shoa braucht und hat ja auch eine eigene und komplett kommentierte Buchausgabe.
Weltbekannte Titel wie „Les feuilles mortes“ von Jacques Prévert und Joseph Kosma sind in „Fliegen mit fremden Federn“ ohne Musiknoten abgedruckt, denn die kann man sich leicht googeln. Aber für jedes der weniger bekannten „Menschen-Lieder“ hat Biermann die Melodie und die Grundharmonien notiert. Und er schrieb bei dieser Gelegenheit auch allerhand Fußnoten, die für manchen Leser von Interesse sein können.
DVD: DAS KÖLNER KONZERT, 13. NOVEMBER 1976
Auf dieser Doppel DVD ist erstmals das ganze Konzert zu sehen, 215 Minuten.
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IN DIESEM LANDE LEBEN WIR
Biermann Lieder, von Gunnar Eriksson und Stefan Forssén neu für Chor gesetzt, und Wolf Biermanns eigene Interpretationen mit Gitarrenbegleitung.
Gunnar Eriksson, die große Chor-Ikone Schwedens, dirigiert den Chamber Choir of Europe.
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Das geht sein’ sozialistischen Gang – Kölner Konzert 1976
Seit 1965 gilt für Wolf Biermann in der DDR nicht nur ein Auftritts - und Publikationsverbot, sondern auch ein Reiseverbot, und zwar sowohl nach Ost als auch nach West. 1976 wird Wolf Biermann überraschend die Ausreise zu einer Tournee in Westdeutschland genehmigt. In Köln gibt er am 13. November 1976, nach zwölf Jahren Auftrittsverbot, vor achttausend Menschen sein erstes Konzert.
Dass die Ausreise nur genehmigt worden war, um Biermann auszubürgern, war damals noch niemanden klar. Drei Tage nach dem Konzert kommt über alle Agenturen und Sender, dass „ Biermann das Aufenthaltsrecht in der DDR aberkannt worden ist“. Mit den Protesten im Westen hatten die verdorbenen Greise im Politbüro der SED gerechnet, nicht aber mit dem Protest im eigenen Land. Tausende Menschen in der DDR ergreifen Partei für Biermann, viele bezahlen dafür mit jahrelanger Haft. Zahlreiche Schriftsteller und Schauspieler verlassen die DDR. Für viele ist Biermanns Ausbürgerung die endgültige Ernüchterung, das Ende der Hoffnung auf einen Prager Frühling in Berlin, und damit der Anfang vom Ende der DDR.
Nachdenken über Deutschland! Themen wie Heimat, Krieg und Frieden, Heimkehr und DIE ERMUTIGUNG zur Freiheit erklingen im Spiegel der deutschen Zeitgeschichte doppelt: In Biermann Liedern, von Gunnar Eriksson und Stefan Forssén neu für Chor gesetzt, und in Wolf Biermanns eigenen Interpretationen mit Gitarrenbegleitung, einschließlich einer historischen Aufnahme aus dem Jahre 1968. Gunnar Eriksson, die große Chor-Ikone Schwedens, dirigiert den Chamber Choir of Europe.
Die Zusammenstellung ist gleichzeitig ein Querschnitt der literarischen und musikalischen Produktion von Wolf Biermann, dem bedeutendsten Dichter und Liedermacher der beiden Teile Deutschlands aus 5 Jahrzehnten. Auf dieser CD auch als brilliante Kompositionen für Chor.
Titel ( Kursiv: Biermann, andere: Chor)
Ach Freund, geht es Dir nicht auch so (1965)
Und als wir ans Ufer kamen (1976) arr. Eriksson
Jan Gat (1987)
Wann ist denn endlich Frieden (1967) arr. Eriksson
Es senkt das deutsche Dunkel (1967)
Der Barlachengel (Originaltitel: Das Barlachlied (1963) arr. Eriksson
Die hab ich satt! (1966)
Ermutigung (1966) arr. Eriksson
In diesem Lande leben wir (1967)
Am Brandenburger Tor (Originaltitel: Mein Vaterland, mein Vaterland (1962) arr. Eriksson
Preußischer Ikarus (1976)
Ich ist ein anderer (Originaltitel: Heimkehr nach Berlin-Mitte, 2006), arr. Forssén
Melancholie (1989)
Ich Glückskind (Originaltitel: Mich wundert, 2001), arr. Forssén
Kaminfeuer in Paris (1981)
Loreley – Heinrich Heine (Text), Friedrich Silcher (Musik), arr. Eriksson
Rheinfahrt (1998)
Lied für Jürgen Fuchs (1998) , arr. Eriksson
La Douce France (2006)
Süchtig nach lebendig Leben (Originaltitel: Heimat, 2006), arr. Forssén
Um Deutschland ist mir gar nicht bang (1994)
Gunnar Eriksson,wirkte an der Göteborger Musikhochschule als Professor im Fach Chordirigieren und ist Mitglied der Stockholmer Königlichen Musikalischen Akademie, ist ein international gefragter Dirigent, Dozent und Pädagoge. Als Arrangeur und Chorleiter gilt er als einer der maßgeblichen Erneuerer der Chormusik; er ist berühmt für seine Improvisationen. In seiner Arbeit verbindet er Tradition und Avantgarde. Viel seiner Zeit verbringt Gunnar Eriksson damit, in der Welt Chöre und dessen Chorleiter zu unterrichten. Er gründete und leitet den Göteborger Kammerchor und das „Rilke-Ensembles“, mit denen er international bekannt wurde.
Stefan Forssén: Der Pianist und Komponist Stefan Forssén ist ein über die Grenzen Schwedens hinaus bekannter Jazzmusiker, der mit seinen Bands Änglaspel, Forsséns Trio und Lilla Änglaspel in ganz Europa Konzerte gibt. Jazz ist das tragende Element in der Musik Stefan Forsséns, gleichzeitig bewegt er sich jedoch frei zwischen vielen Musik-Genres. Ebenso als Komponist erfolgreich und in Schweden sehr populär, schuf er neben Jazz-Kompositionen auch zahlreiche Werke im Bereich der Chormusik, Kammermusik ,Oper, Film &Theater. Er vertonte und arrangierte viele Gedichte zu Liedern, sowohl für Solisten als auch für Chöre.
www.stefanforssen.com
Chamber Choir of Europe
Der Chamber Choir of Europe- gegründet von Nicol Matt- lebt den europäischen Gedanken. So treffen sich die professionellen SängerInnen aus ganz Europa und darüber hinaus zu regelmäßigen Arbeits- und Konzertphasen.
Insbesondere durch dutzende CD- Einspielungen (06/2001, Auszeichnung Diapason d’Or für die Bach Motetten mit Nicol Matt) und Rundfunkausstrahlungen (03/2011, BR Mitschnitt „VOCAbuLarieS“ in der Münchner Philharonie mit Bobby McFerrin und Roger Treece) genießt der Chamber Choir of Europe weltweit ein hohes Maß an Wertschätzung. Einladungen führen das Ensemble zudem vermehrt zu Festivals in ganz Europa. Dabei steht das „Ur-Instrumen“, die menschliche Stimme, die in brillianter Weise a capella, mit SolistenInnen oder Orchestern fasziniert.
www.chamber-choir-ofeurope.de
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Termine 2012
7.Mai 2012, Tartu,Estland
Konzert: " Wer sich nicht in Gefaht begibt, der kommt drin um"
Uus Teater, 19 Uhr
Lai Str. 37.
www.uusteater.ee/uus/
8.Mai 2012, Riga,Lettland
Konzert: " Wer sich nicht in Gefaht begibt, der kommt drin um"
Theater-Klub Hamlets, 19:00 Uhr
Jāņa Sēta 5, Riga, LV-1050
www.hamlets.lv/eng
11.Mai 2012,STRALSUND
Klinikumskirche Stralsund, 20 Uhr
Gedenkveranstaltung mit Konzert anlässlich des
100jährigen Bestehens der Psychatrie Stralsund und dem Krankenhaus West
11.September 2012,Bad Nauheim
Spiegelsaal des Jugendstiltheaters, 19:30 Uhr
Lesung mit Liedern zum neuen Buch:
„Fliegen mit fremden Federn“ Wolf Biermann packt aus - seine Schatzkiste: Lieder und Gedichte aus aller Welt, wie er sie in sein Deutsch brachte.
27.September 2012,BERLIN
Berliner Ensemble, 19:30 Uhr
www.berliner-ensemble.de
Wolf Biermann und Pamela Biermann
„Ach, die erste Liebe ....“
Wolf Biermann und Pamela Biermann singen die Liebe. Die schönsten Lieder der Liebenden im Frieden und im Krieg. Arme Leute, reiche Leute im Kuß. Liebeskummer des Königs und Liebesfreuden des kleinen Schusters.
Lauter weltberühmte Lieder und kaum bekannte, so wie Wolf Biermann sie in ein singbares Deutsch brachte. Gesang aus aller Welt, aus Russland, Old England und Amerika, Spanien, jiddische und jüdische Lieder, freche Chansons aus France und zauberhafte Gesänge aus Schweden.
29.September 2012,WIEN
Theater Akzent, 19:30 Uhr
Theresianumgasse 18
www.akzent.at
Wolf Biermann und Pamela Biermann
„Ach, die erste Liebe ....“
Wolf Biermann und Pamela Biermann singen die Liebe. Die schönsten Lieder der Liebenden im Frieden und im Krieg. Arme Leute, reiche Leute im Kuß. Liebeskummer des Königs und Liebesfreuden des kleinen Schusters.
Lauter weltberühmte Lieder und kaum bekannte, so wie Wolf Biermann sie in ein singbares Deutsch brachte. Gesang aus aller Welt, aus Russland, Old England und Amerika, Spanien, jiddische und jüdische Lieder, freche Chansons aus France und zauberhafte Gesänge aus Schweden.